Die 5 besten Cocktailbars in Neukölln [2026]

Die 5 besten Cocktailbars in Neukölln [2026]

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Neukölln ist kein Bezirk, den man einfach abhakt. Entweder man bleibt hängen – oder man versteht ihn nie ganz. Zwischen Spätis, Falafel-Läden, Altbauwohnungen und Bars, die man von außen kaum als solche erkennt, hat sich hier eine der spannendsten Cocktail-Szenen Berlins entwickelt. Keine goldenen Shaker, kein Dresscode, dafür viel Charakter im Glas.

Und vielleicht ist es genau dieses Gefühl von kontrolliertem Risiko, das Neukölln so gut beschreibt. Ein bisschen wie ein Online Casino mit 5 Euro Mindesteinzahlung: Man geht rein, probiert etwas Neues aus, verliert im schlimmsten Fall nur wenig – gewinnt aber oft einen ziemlich guten Abend. In Neukölln gilt das für Drinks genauso wie fürs Nachtleben insgesamt.

Ein, zwei Straßen weiter, meist schon nach dem zweiten Cocktail, landen Gespräche dann ohnehin bei großen und kleinen Einsätzen im Leben. Und wer nachts um drei noch nicht schlafen kann, stolpert online schnell über ein Online Casino mit 1 Euro Einzahlung per Sofortüberweisung. Aber zurück zu dem, was Neukölln wirklich kann: gute Bars.

1. Velvet – Kleine Bar, große Präzision

Das Velvet in der Ganghoferstraße ist fast schon ein Klassiker, auch wenn es sich konsequent weigert, einer zu sein. Die Bar ist klein, oft voll und niemals laut im unangenehmen Sinne. Hier wird gemixt, nicht gepostet. Die Barkarte wechselt regelmäßig, Klassiker werden neu interpretiert, ohne dabei ihre Seele zu verlieren.

Was das Velvet auszeichnet, ist diese unaufgeregte Professionalität. Niemand erklärt dir ungefragt die Herkunft jeder Zutat, aber wenn du fragst, bekommst du eine ehrliche Antwort. Perfekt für Abende, an denen man eigentlich „nur auf einen Drink“ raus wollte.

2. Ä – Minimalismus mit Haltung

Ja, der Name ist wirklich nur ein Buchstabe. Und ja, das passt erstaunlich gut. Das Ä ist eine dieser Bars, die man Neukölln sofort glaubt. Reduziertes Interieur, klare Linien, Drinks ohne Schnickschnack. Hier geht es nicht darum, der lauteste Laden zu sein, sondern der konsequenteste.

Die Cocktails sind ausgewogen, oft kräuterlastig, manchmal sperrig – aber nie langweilig. Wer süße Massenware sucht, ist hier falsch. Wer verstehen will, warum Barkultur auch leise sein darf, ist genau richtig.

3. Sameheads – Wohnzimmer, Vinyl und starke Drinks

Sameheads fühlt sich weniger wie eine Bar an und mehr wie das Wohnzimmer eines Freundes mit sehr gutem Musikgeschmack. Vinyl an den Wänden, DJs, die wissen, wann sie besser aufhören, und Drinks, die erstaunlich ernsthaft sind für einen Ort, der so entspannt wirkt.

Gerade deshalb bleibt man hier oft länger als geplant. Ein Cocktail wird zum zweiten, das Gespräch zum tiefgründigen Monolog. Neukölln in Reinform: ein bisschen chaotisch, sehr menschlich, angenehm unprätentiös.

4. Geist im Glas – Der Name ist Programm

Der Geist im Glas liegt etwas abseits der ganz offensichtlichen Routen, was ihm guttut. Die Bar nimmt ihren Job ernst, ohne steif zu wirken. Klassiker wie Negroni oder Old Fashioned werden hier nicht neu erfunden, sondern perfektioniert.

Was auffällt: das Publikum. Weniger Touristen, mehr Stammgäste. Menschen, die wissen, was sie wollen – oder zumindest, was sie nicht wollen. Genau das macht den Laden so angenehm: kein Erklären, kein Beeindrucken, einfach trinken.

5. TiER – Neuköllns Antwort auf High-End-Bars

Das TiER ist vielleicht die ambitionierteste Bar dieser Liste. Nachhaltige Zutaten, durchdachte Konzepte, Drinks, die manchmal mehr Zeit brauchen, um verstanden zu werden. Aber genau das macht den Reiz aus. Hier wird Barkultur fast philosophisch, ohne dabei den Spaß zu verlieren.

Nicht jeder Cocktail trifft jeden Geschmack, und das ist auch gut so. Das TiER ist kein Ort für Kompromisse, sondern für Neugier. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt – wer nicht, lernt immerhin etwas über sich selbst.

Warum Neukölln so gut trinkt

Neuköllns Bars sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis eines Bezirks, der sich ständig verändert und dabei trotzdem widerspenstig bleibt. Hier entsteht Qualität nicht aus Luxus, sondern aus Haltung. Man probiert, scheitert, verbessert – genau wie beim Mixen eines guten Cocktails.

Vielleicht passt deshalb auch das Bild vom kleinen Einsatz so gut. Ob im Glas oder digital: Es geht nicht darum, alles auf eine Karte zu setzen. Sondern darum, bewusst zu genießen, neugierig zu bleiben und zu wissen, wann Schluss ist.

Fünf Bars, fünf Gründe, den Abend in Neukölln zu verlängern

Diese fünf Cocktailbars zeigen, wie unterschiedlich Neukölln schmecken kann. Von präzise bis verspielt, von minimalistisch bis experimentell. Gemeinsam haben sie nur eines: Sie nehmen ihre Gäste ernst, ohne sich selbst zu wichtig zu nehmen.

Wer Neukölln verstehen will, sollte hier anfangen. Nicht mit einer Stadtführung, sondern mit einem Drink. Oder zwei. Und wenn der Abend später noch weiterzieht – Neukölln verzeiht viel. Genau deshalb kommt man immer wieder zurück.

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Berlin Poche

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